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Trainingsraum

Oberstes Ziel der Methode ist, die Eigenverantwortlichkeit zu stärken. Einen Prozess in Gang zu setzen, der den Schüler befähigt, erst zu denken und dann zu handeln. Lehrer können ein ruhiges und sachliches Umgehen mit den Störungen einüben.

Daraus entwickelt sich eine Entlastungssituation für alle Beteiligten. Betroffene, Mitschüler und Lehrer haben die Möglichkeit, sich in angemessener Weise mit der Situation auseinander zu setzen. 

Die Zielsetzung beinhaltet langfristig: 

  • Eine Reduzierung von Störungen
  • Entspannter Umgang mit Störungen
  • Stressfreies Unterrichten
  • Ruhigere und sachlichere Reaktionen auf Störungen

 Bründel, H. und Simon, E (2007): Die Trainingsraum-Methode, (Weinheim und Basel): Beltz Verlag, S. 50

Zusätzlich soll der Trainingsraum den Schülern die Möglichkeit bieten, Stress abzubauen.

Um einen störungsfreien Unterricht zu gewährleisten, sind Regeln und Vereinbarungen für das Miteinander in der Schule unerlässlich. Regeln bieten den Schülern Orientierung und Sicherheit. Es ist den Schülern möglich innerhalb dieser Grenzen Klarheit zu erfahren. Nicht nur die Schüler profitieren davon, sondern auch die Lehrer, sie können sich auf die aufgestellten Regeln berufen. Schüler werden von den Lehrern nicht in den Trainingsraum geschickt. Eigenverantwortlichkeit bedeutet, sein Handeln zu überdenken und mit den Konsequenzen zu rechnen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist der Aspekt der Freiwilligkeit. Die Schüler haben die Möglichkeit  zu entscheiden, ob sie den Trainingsraum aufsuchen und über ihr Verhalten nachdenken oder das Störverhalten einstellen. Bei einer wiederholten Störung haben sie sich automatisch mit der Störung für den Aufenthalt im Trainingsraum entschieden.

Die Entscheidung, den Trainingsraum aufzusuchen, trifft immer der Schüler. Der Aufenthalt und die stattfindenden Gespräche haben keinen sanktionierenden Charakter. Jedoch ist ein konsequenter Umgang mit Regelverstößen innerhalb des Trainingsraums wichtig. Die Begrenzung der Trainingsraumaufenthalte vermittelt klare Regeln und macht die Methode transparent. Die Trainingsraum-Aufenthalte der Schüler werden nach jedem Schuljahr aus dem Programm gelöscht. Hat ein Schüler in einem Schuljahr zehnmal den Trainingsraum besucht und die erste Ordnungsmaßnahme wurde ausgesprochen, beginnt der Schüler im neuen Schuljahr auch von vorn. Jedoch greift bei zehn weiteren Trainingsraum-Aufenthalten die zweite Ordnungsmaßnahme. 

3ter Trainingsraumaufenthalt

Es wird den Eltern ein Informationsbrief  geschickt.

6ter Trainingsraumaufenthalt

Der Schüler erhält eine schriftliche Missbilligung. Es folgt ein Elterngespräch mit dem Klassenlehrer. Der Schüler muss 3 Sozialstunden ableisten. 

Danach findet eine Zuweisung in den Betreuungsraum statt. 

Nach dem 6. Trainingsraumaufenthalt erfolgt keine weitere Zuweisung in den Trainingsraum nach dem Trainingsraumkonzept, sondern Schülerinnen und Schüler werden zur Betreuung in den Trainingsraum geschickt, wo sie nach folgendem Plan weiterhin unter Aufsicht der Trainingsraummitarbeiter betreut werden.        

Betreuungsraumaufenthalt:

Den Schülerinnen und Schülern wird ein Brief ausgehändigt, der sie über ihr Fehlverhalten und das weitere Prozedere bei nachfolgenden Unterrichtsstörungen informiert. Sie sollen dann ihre bisherigen Trainingsraumpläne zusammenfassen und einen Antwortbrief verfassen.

Ab dem 2. Betreuungsraumaufenthalt:

Schülerinnen und Schüler erhalten einen Fließtext und müssen diesen sauber abschreiben. Nach viermaligem Aufenthalt im Betreuungsraum ergeht ein schriftlicher Verweis, nach weiterer viermaliger Zuweisung beschließt die Klassenkonferenz weitere Ordnungsmaßnahmen nach § 25 Schulgesetz.